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Dein Weg zur A-Rosa Silva Flusskreuzfahrt

A-Rosa Silva Reisebericht Rheinmetropolen über Ostern

Über Ostern auf der A-Rosa Silva in den Norden (5 Tage „Rheinmetropolen“) und dann noch gleich weiter über den Main-Donau-Kanal bis nach Engelhartszell (7 Tage „Mainromantik“), das waren die beiden Reisen, für die wir uns für dieses Jahr entschieden hatten.

Die Kabine 221 (mit französischem Balkon) konnten wir im Tarif „Premium alles inklusive“ für beide Touren bekommen, ohne nach der ersten Fahrt umziehen zu müssen. An- und Abreise war mit der Bahn (privat), mit jeweils einer Hotelübernachtung vor und nach der Reise, die wir über A-Rosa gebucht hatten.

Dieser Bericht behandelt nun zunächst die Tour „Rheinmetropolen“, die 2. Reise „Mainromantik“ ist in einem gesonderten Bericht zu finden.

Inhaltsverzeichnis

18.04.19 Anreise mit dem Zug nach Köln, Hotel Hilton,24 Grad, Sonnenschein

Morgens ging es um 8:45 mit dem Taxi zum Bahnhof Bremen Blumenthal, von dort mit der Nordwestbahn zum Bremer Hauptbahnhof. Die Weiterfahrt nach Köln sollte mit dem ICE 925 stattfinden (1. Klasse Ticket zum Supersparpreis, 118,50 € für 2 Personen inkl. Platzreservierung). Sollte, wie gesagt, denn bis Bremen Hauptbahnhof lief auch alles super, aber leider wurde unser ICE gestrichen und durch einen normalen IC zur selben Abfahrtzeit ersetzt.

Als wir uns in der DB Lounge zum Warten niederlassen wollten, hat man uns mitgeteilt, daß das leider mit dem Supersparticket nicht mehr möglich ist, das kostet jetzt extra. Na toll, aber wenigstens die Toilette hat man uns noch nutzen lassen. Als ich von dort zurückkam, hat mir der Bahnmitarbeiter dann noch gesagt, ich könnte froh sein, daß wenigstens ein Ersatzzug fährt, demnächst würde das alles noch viel schlimmer werden. Ungemein tröstlich!

Der nun eingesetzte IC war natürlich kürzer als der ICE und alle Platzreservierungen hinfällig, es ist uns aber gelungen, noch zwei ganz gute Fensterplätze in einem Abteil zu ergattern, in dem sonst nur eine junge Frau mit Kind saß. Erste Klasse hatte sich bezahlt gemacht, denn in der 2. wurden die Leute quasi gestapelt.

Auf dem Weg nach Köln hat der Zug noch 30 Minuten Verspätung eingefahren, aber da wir sowieso erst um 15:00 im Hotel einchecken konnten, war uns da egal. Nach der Ankunft gab's im Bahnhof erst mal was zu essen, bevor mir mit den Koffern rüber zum Hilton gerollt sind, das ist nur ein paar Minuten entfernt und ganz bequem zu erreichen.

Das Hotelzimmer war über A-Rosa für 198,- € inkl. Frühstück gebucht, aber wir haben im Hotel für eine bessere Kategorie (Zimmer mit getrennten Betten) noch 20,- € Aufpreis bezahlt (+ 1,- € Touristensteuer).

Es war sehr warm in Köln, die Sonne schien ins Zimmer und ich dachte noch, macht besser die Klimaanlage an. Tja, Pustekuchen, sie hatten nämlich ein Problem damit im ganzen Haus und nichts ging. Also, Vorhänge zu und uns auf eine „heiße Nacht“ gefaßt gemacht, da der Straßenlärm doch recht gut zu hören war, zumindest zu dem Zeitpunkt.

Wir haben trotz allem dann doch noch ganz gut geschlafen, weil es ab ca. 2:00 draußen ruhiger wurde und wir die Fenster öffnen konnten (Ohrstöpseln sei Dank).

19.04.19 Köln, Einschiffung bis 16.00, 25 Grad, Sonnenschein

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Nach dem Frühstück kamen liebe Freunde aus Köln zu uns ins Hotel, wir hatten sie 5 Jahre nicht gesehen und es gab natürlich viel zu erzählen, obwohl wir über Facebook immer in Kontakt standen, persönlich ist aber was anderes.

Um kurz vor 12:00 mußten wir auschecken, sind rüber zum Bahnhof, haben gegessen und uns dann ein Taxi für rund 10,- € zum Deutzer Hafen genommen, wo unser Schiff, die A-Rosa Silva, lag. Eigentlich wäre der Bustransfer vom Bahnhof aus um 14:00 inklusive gewesen, aber wir hatten keine Lust, so lange dort zu stehen.

Beim Schiff angekommen durften wir auch gleich aufs Sonnendeck die Koffer abgeben und nachdem wir dort ca. 20 Minuten gewartet hatten, kam auch schon die Durchsage, daß wir jetzt an der Rezeption einchecken konnten.

Nachdem die Koffer auf der Kabine waren, habe ich noch schnell ausgepackt, da wir um 17:30 zur Sicherheitseinweisung mußten. Sie bestand darin, in der Lounge ein ca. 15 minütiges Video anzusehen, mehr nicht.

Daran anschließend wurden noch die Ausflüge der Reise vorgestellt, ich hatte unseren nach Brüssel aber schon von zu Hause aus über die Website gebucht, sodaß die Tickets schon auf der Kabine bereit lagen. Zusammen mit einem Obstkorb und einer Flasche A-Rosa Sekt, als Willkommenspräsent für Mitglieder des A-Rosa Kundenclubs. 

Nach dem Abendessen gab's einen Welcome Drink in der Lounge zu dem der Kapitän, der Hotelmanager, sowie alle Offiziere eingeladen hatten. Diese wurden natürlich auch noch vorgestellt, zusammen mit dem Betreuer und der Betreuerin für den Kids Club, die A-Rosa extra für die Familienreise engagiert hatte.

Insgesamt waren 168 Passagiere an Bord, davon 23 Kinder und ich war gespannt, wie das ablaufen würde, denn Kinder wollen ja beschäftigt werden.

20.04.19 Antwerpen, ab 14.30, 26 Grad, Sonnenschein

Vormittags waren wir noch bei herrlichstem Sonnenschein auf dem Rhein und Rhein-Schelde-Kanal unterwegs und es gab einen Frühschoppen mit Matjes und Genever. Die Kinder an Bord haben das Wetter ausgenutzt und im Pool rumgetobt, das war ein Spaß!

Eigentlich sollten wir um 14.30 in Antwerpen ankommen, wir waren aber früher dran und konnten schon um 12.30 anlegen.

Antwerpen, mit ca. 524.000 Einwohnern, ist nach Brüssel die zweitgrößte Stadt in Belgien und  war im 15. und 16. Jahrhundert eine der größten Städte der Welt, zeitweise die wichtigste Handelsmetropole Europas.
 

Die Stadt hat den drittgrößten Seehafen Europas und ist weltweit wichtigstes Zentrum für die Verarbeitung und den Handel von Diamanten. Neben vier Diamantenbörsen gibt es ca. 1600 Diamantenfirmen und natürlich auch ein Diamantenmuseum. Das Viertel, in dem sich der Diamantenhandel konzentriert, ist durch Überwachungskameras und ausfahrbare Straßenbarrieren gesichert.

Da Antwerpen zu den wenigen europäischen Städten mit fast vollständig erhaltenem historischen Stadtkern zählt, ist die Stadt natürlich ein wichtiges Ziel im Städtetourismus.

Vom Liegeplatz des Schiffes bis ins Stadtzentrum war es nicht weit, man mußte nur ca. 20 an der Schelde entlanggehen und schon war man mitten in der Altstadt. Leider gab es in Antwerpen bei den Hauptsehenswürdigkeiten meistens Baustellen, anders als bei unserem ersten Besuch 2014. So sah z.B. die die Stadtburg Het Steen am Ufer der Schelde, die als das älteste erhaltene Gebäude Antwerpens gilt, aus, als ob sie halb zerstört worden war und am Rathaus am großen Markt bei den Gildehäusern hingen nur große Baustellenvorhänge. Aber wir haben trotzdem noch ganz interessante Dinge in den Nebenstraßen entdeckt und ich habe eifrig Fotos gemacht.

Wir waren knapp 2 Stunden unterwegs, es war ziemlich heiß bei ca. 26 Grad und somit auch anstrengend, besonders, da ich zu der Zeit ziemlich von Heuschnupfen geplagt wurde, so schlimm, wie seit 20 Jahren nicht.

Abends sind die belgischen Varieté Gastkünstler Michele Tesoro & Robin David aufgetreten. Ich war allerdings nicht so überzeugt von ihnen, die Witze waren nicht witzig und der Gesang viel zu laut für die kleine Lounge, das hat einen vollkommen erschlagen. Andere mögen das durchaus anders empfunden haben, aber so ging es mir nun mal.

Das Schiff lag über Nacht in Antwerpen, wir sind aber trotzdem relativ früh schlafen gegangen, weil am nächsten Tag unser einziger gebuchter Ausflug der Reise vormittags nach Brüssel anstand.   

So sah unser Tag aus, die Kinder hatten ihren eigenen Plan (falls gewünscht, die Teilnahme war natürlich optional):

09.00 Gemeinsames Frühstück
10.00 Kreativ-Atelier
12.00 Gemeinsames Mittagesen
15.00 Ausflug Hafen Spielplatz
17.00 Pool-Spiele
19.00 Gemeinsames Abendessen
20.15 Abendspaziergang & Spieleabend

21.04.19 Antwerpen, bis 14.30, 22 Grad, Sonnenschein( mit Ausflug "Stadtrundfahrt Brüssel", 49€ p. P.)

Brüssel, mit ca. 180.000 Einwohnern, ist die Hauptstadt des Königreiches Belgien, sowie Hauptsitz der Europäischen Union und Sitz der NATO. Bereits 1229 erhielt Brüssel das Stadtrecht und besteht heutzutage aus sechs Stadtteilen: das Pentagon (Stadtzentrum), Laken, Neder-over-Heembeek, Haren, das Europaviertel und die Südachse Louise -Roosevelt.

Für uns stand heute hauptsächlich das Stadtzentrum auf dem Plan, Treffen für unseren Ausflug war um 8.20, Abfahrt 8.30. Der Ablauf in Kurzform: Zunächst knapp eine Stunde Busfahrt, anschließend Fotostopp beim Atomium, kurze Panoramafahrt durch die Stadt und dann Halt  im Zentrum in der Nähe des Grote Markt, wo wir, nach gemeinschaftlicher Besichtigung des Manneken Pis, eine Stunde Freizeit hatten. Danach Rückfahrt zum Schiff.

Gebucht hatten wir über A-Rosa für 49,-€ pro Person und die Fahrt war es wert. Die Stadt ist toll, natürlich jede Menge Touristen, aber wir konnten trotzdem noch viel sehen und das Wetter war wieder fantastisch. Und was mir immer in Erinnerung bleiben wird, ist der Geruch nach Schokolade und Waffeln in der Innenstadt, ein Schokoladenladen neben dem anderen und Waffeln mit Toppings, da nimmt man schon vom Hingucken zu! Also Achtung, viele meiner Bilder sind diesmal vollgestopft mit Kalorien!

Enttäuscht hat mich eigentlich nur Manneken Pis, denn die Figur ist ziemlich klein, das hatte ich mir ganz anders vorgestellt und verstehe den Hype nicht, der darum gemacht wird. Egal, ich habe mich jedenfalls bei der Touristentraube ganz nach vorn gedrängelt und noch ein ganz gutes Foto ergattert.

Um 12.30 waren wir wieder zurück beim Schiff in Antwerpen und eigentlich sollten wir um 15.00 ablegen, aber als alle Passagiere an Bord waren (dachte zumindest der Kapitän), haben wir uns schon etwas früher auf die Weiterfahrt nach Amsterdam gemacht.

Später stellte sich jedoch heraus, daß drei Passagiere wohl kurz vor der Abfahrt noch mal an Land gegangen waren ohne ihre Landgangskarten mitzunehmen und nun vor dem leeren Kai standen. Sie mußten mit dem Taxi über eine Stunde dem Schiff hinterherfahren, das dann irgendwo zwischendrin angelegte, um die Nachzügler wieder aufzunehmen. Peinlich, sowas!

Nachmittags, auf dem Fluß, fand um 16.30 die nautisch-Technische Fragestunde statt, bei der der Leitende Technische Offizier mit einer Bilderpräsentation alles Wissenswerte erklärte und man konnte natürlich alle möglichen und auch unmöglichen Fragen stellen.

Um 17.30 gab's eine Ostersoirée und daran anschließen um 18.45 noch die Hafeninformationen für Amsterdam. Die sind immer sehr interessant, weil man auch gute Tipps für private Unternehmungen bekommt.

Abends, zwischen 20.30 und 21.30 öffnete der Shop fürs Late-Night-Shopping und die Abendunterhaltung bestritt diesmal der bordeigene DJ, der war ganz gut. Wir sind aber nicht sehr lange geblieben, denn in Amsterdam am nächsten Tag wollten wir wieder viel ansehen, zu Fuß versteht sich, wie meistens natürlich.

Für die Kinder gab es an diesem Tag folgendes Programm:

12.00 Gemeinsames Mittagessen
14.00 Pool-Spaß und Glitzertattoos
16.00 Kreativ-Aktion – Osterspaß (Eier ausblasen und bemalen und weitere Osterbasteleien)
19.00 Gemeinsames Abendessen
20.30 Spiele Spaß

22.04.19 Amsterdam, 08.30-18.30, 24 Grad, Sonnenschein

Die Hafenstadt Amsterdam ist die Hauptstadt der Niederlande mit ca. 810.000 Einwohnern, wobei sich allerdings der Regierungssitz des Landes sowie die Königsresidenz im 60 Kilometer entfernten Den Haag befinden. Die Stadt ist Zentrum des Drogentourismus in Europa. Im Jahr 2005 gab es rund 750 sogenannte Coffeeshops in den gesamten Niederlanden, in denen Cannabis konsumiert werden darf, 2009 waren davon schon 228 alleine in Amsterdam.

Die A-Rosa Silva legte um 8.30 wieder mal in allererster Reihe in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs an, von dort aus läuft man nur 5-10 Minuten bis zum Zentrum. Für uns war es bereits der 5. Besuch in der Stadt, aber sie ist so vielfältig und interessant, daß man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Diesmal sind wir zur Keizergracht und Prinsengracht gelaufen, wo auch das Anne-Frank-Haus steht.

Besonders fasziniert hat mich allerdings das mehrstöckige Parkhaus für Fahrräder beim Hauptbahnhof, sowas hab ich bisher noch nirgendwo gesehen. Überhaupt, die Radfahrer sind so ein Thema für sich. Auf den rot gestrichenen Fahrradwegen muß man besonders aufpassen, sie fahren in einem Wahnsinnstempo und haben grundsätzlich Vorfahrt. Mein Mann wäre um ein Haar von einem Roller überfahren worden, er konnte grade noch zur Seite springen, als ich ihn lautstark gewarnt habe.

Wir waren an dem Vormittag bei herrlichstem Sonnenschein und 24 Grad wieder 2,5 Stunden unterwegs und nachmittags wollten wir eigentlich nur noch auf den Sonnenliegen verbringen. Meinen Mann packte allerdings das Entdeckerfieber (da kennt er nichts) und er ist nochmal eine Stunde auf Erkundungstour. Ich habe aber gestreikt, hab nur faul rumgelegen und war auch mal im Pool. Bloß die Intensität der Sonne hatte ich unterschätzt, denn ich bin haarscharf an einem Sonnenbrand vorbeigeschrammt, da ich nicht daran gedacht hatte, für die nördlichen Gefilde Sonnenschutzmittel einzupacken.

Zur Abendunterhaltung gab's an diesem Tag ein Musik-Bingo, bei dem Songs gespielt wurden, die man dann auf seiner Karte finden mußte. Die Songs kannte ich zwar alle (meistens Oldies), aber leider standen viele davon nicht auf meinem Zettle und nix war es mit dem Riesengewinn. Meist gab es einen Gutschein für einen Selections-Cocktail, besondere Kreationen von A-Rosa, die nicht im Alles Inklusive enthalten sind und bezahlt werden müssen. Macht aber nichts, ich trinke sowieso keine Cocktails, da war das kein herber Verlust.

Das war wieder ein wunderschöner Tag und wir hofften, daß es auf unserer letzten Station der Reise in Düsseldorf nochmal so schön werden würde. 

Tagesprogramm für die Kinder:
09.00 Gemeinsames Frühstück
10.00 Ausflug ins NEMO Science Museum
(20€ Eintritt, mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern)
13.00 Gemeinsames Mittagessen
18.00 Pool-Disco

23.04.19 Düsseldorf, 15.00-23.00,23 Grad, leicht bewölkt

Da wir erst am späten Nachmittag nach Düsseldorf kommen sollten, war das Restaurant von 8.00 bis 13.30 zum Brunch geöffnet, Essen nach Lust und Laune sozusagen.

Zwischendurch, um 10.00, konnte man sich noch die Hafeninformationen für Düsseldorf und alles Wissenswerte für die Organisation der Abreise in der Lounge anhören, schriftliche Informationen dafür wurden natürlich auch auf die Kabine geliefert.

Der Kapitän hatte sich aber beeilt und wir sind schon knapp zwei Stunden früher angekommen als geplant und konnten uns noch gut die Rheinpromenade und ein bißchen Altstadt angucken, da das Schiff bei den Rheinterrassen angelegt hatte und es auch nicht weit zu laufen war. Knapp zwei Stunden waren wir bei herrlichem Wetter unterwegs und ich habe auch einige schöne Bilder gemacht, wir kannten bisher ja nur den Flughafen und den Bahnhof und waren sehr erstaunt, wie schön es in der Altstadt doch ist.

Am Abend verabschiedeten sich der Kapitän und seine Offiziere mit einem Farewell Drink und anschließend wurden die Preise der Tombola verlost, für die in den Tagen vorher Lose für 3€ bzw. 4 Lose für 10€ verkauft worden waren. Ein junger Mann hat einen riesigen Goldhasen von Lindt gewonnen und war damit total glücklich, das war wohl auch mit einer der Hauptpreise,   Schmuck und Parfüms gab es natürlich auch. 

Somit ging die Osterrreise schon zu Ende, die meisten Gäste mußten Koffer packen und fuhren am nächsten Tag nach Hause, aber wir blieben ja noch bis 01.05.19 für die einwöchige Fahrt auf dem Rhein-Main-Donaukanal, „Main Romantik“ genannt. Das Wetter auf der Osterkreuzfahrt  war absolut traumhaft, aber gemäß Voraussage sollte es für die nächste Reise leider nicht so schön weitergehen, was dann leider auch stimmte.

Letztes Tagesprogramm für die Kinder:
09.00 Gemeinsames Frühstück
10.00 Kreativ-Atelier
11.30 Tausch-Spiel
14.00 Cocktail Workshop (Sonnendeck)
19.00 Gemeinsames Abendessen
20.00 Kids Farewell
21.30 Eine letzte Runde Werwolf

24.04.19 Köln, 07.00-17.00, 25 Grad, Sonnenschein

Die Passagiere, die das Schiff verließen, hatten zwei Tage vorher detaillierte Abreiseinformationen erhalten. Je nachdem ob sie mit dem Zug oder mit dem Auto, gab es verschiedenfarbige Kofferbanderolen, sodaß das Gepäck morgens, sortiert nach Beförderungsmittel und Abreisezeit, durch die A-Rosa Crew von Bord gebracht werden konnte.

Wir hatten aber, wie gesagt, noch eine Woche Zeit, bis wir uns mit diesem Thema beschäftigen mußten und konnten den Tag entspannt angehen um Köln zu entdecken.

Wie es mit unserer Reise weiterging (auch an diesem Tag in Köln), erfährt man in meinem Reisebericht „A-Rosa Silva: 7 Tage Flußkreuzfahrt „Main Romantik“, 24.04.19 – 01.05.19

Beurteilung

Kabine
Unsere Kabine (221) war 14,5 qm groß und hatte einen französischen Balkon. An der Balkontür war ein Fliegengitter zum Zuziehen angebracht, was wirklich angenehm ist. Das Dekor und die Einrichtung erinnern stark an AIDA, selbst die Poolhandtücher sind gelb-weiß gestreift.

Die Kabine ist funktional, nur die Betten fand ich hart, da statt eines Lattenrostes aus Holz ein durchgehender aus Metall im Bett ist, aber da hat wohl jeder andere Vorlieben. Die Koffer paßten bequem unters Bett und in den Schränken war genügend Platz, um all unsere Sachen unterzubringen.

Essen/Restaurant
Beim Essen hat man aber immer einen Tisch im Restaurant gefunden, da für jeden ein Sitzplatz vorhanden war.

Es gab zu jeder Mahlzeit Buffet, gegen Aufpreise kann man auch am sog. A-Rosa Dining teilnehmen, einem servierten Mehrgänge Menü mit korrespondierenden Weinen unter einem bestimmten Thema.

Die Auswahl am Büffet ist gut, man hat natürlich, bedingt durch die Größe des Schiffes, nicht soviel Möglichkeiten eine sehr große Vielfalt an Speisen anzubieten, aber alles war immer sehr schmackhaft, abwechslungsreich und zufriedenstellend, auch auf Sonderwünsche wurde sofort eingegangen.

Beim Abendessen steht immer eine Karte mit den auf dem Büffet angebotenen Speisen mit Fußnoten auf dem Tisch, die die jeweils enthaltenen Allergene kennzeichnen (z.B. Laktose, Gluten, Nüsse, Soja usw.). Ich finde das sehr praktisch, man spart sich langes Nachfragen und ist auf der sicheren Seite beim Essen, falls man Allergien hat. Natürlich kann man auch vor der Buchung angeben, was man nicht verträgt und bekommt dann gesonderte Kost.

Service und Bars
Beim Essen ist natürlich Selbstbedienung am Buffet, aber die Getränke werden (außer beim Frühstück) serviert. Das Personal wußte nach kurzer Zeit schon, was die Gäste trinken, man mußte kaum warten, alles ging immer schnell und aufmerksam. Gleiches gilt für den Service in der Lounge und an der Bar.

Die Kabine wurde zweimal täglich (vormittags und abends, während des Abendessens) gereinigt. Alles war immer super sauber und auch Extrawünsche z.B. nach zusätzlichen Kleiderbügeln, wurden sofort erfüllt.

Rezeption
Die Mitarbeiter dort sind sehr kompetent, sie antworten geduldig auf alle möglichen und unmöglichen Fragen.

Loungebar und Unterhaltung
Die Musik und Unterhaltung am Abend hat hauptsächlich ein DJ bestritten, das war ganz gut. Einmal sind auch die Varieté Gastkünstler Michele Tesoro & Robin David aufgetreten, von denen ich allerdings nicht so überzeugt war, außerdem war der Gesang viel zu laut für die kleine Lounge, das hat einen vollkommen erschlagen.

Im Bereich Unterhaltung ist jedenfalls noch viel Luft nach oben bei A-Rosa, was aber wohl auch bekannt ist.  

Sonnendeck
Das Schiff hat mit 4,70 X 3, 60 X 1,60 Metern einen relativ großen Pool für ein Flußschiff und er wurde wegen des schönes Wetters auch häufig genutzt, besonders von den Kindern, ich war aber auch mal drin in Amsterdam.

Es sind genügend Liegen und Sonnenschirme vorhanden, da viele der Passagiere unter dem Dach auf den Stühlen sitzen anstatt in der Sonne zu liegen.

Spa und Fitness
Es gibt ein kleines Fitneßcenter und auch ein Spa mit Sauna und 2 Behandlungsräumen, alles sehr gepflegt und angenehm. 

Kidsclub
Diese Reise war als Familienreise ausgeschrieben, dafür hatte A-Rosa zwei Betreuer engagiert (eine junge Frau und einen Mann), die sich um die 23 Kinder zwischen 2 und 14 Jahren gekümmert haben. Täglich gab es ein spezielles Programm und von morgens um 9.00, beginnend mit dem gemeinsamen Frühstück, bis abends waren die Kinder immer beschäftigt.

Natürlich ist die Teilnahme am Kidsclub kein Muß, aber viele, besonders eine Gruppe Mädchen so um die 10-12 Jahre, waren ständig zusammen unterwegs und auch die Jungs hatten viel Spaß. Kinder bis 15 sind übrigens kostenfrei bei A-Rosa, lediglich bei Fahrten auf dem Douro werden 25% verlangt.  

Route
Die Route war gut gewählt für die kurze Zeit, auch die Liegezeiten waren in Ordnung, bloß in Düsseldorf hätten wir uns mehr Zeit gewünscht, obwohl wir ja schon zwei Stunden früher als geplant angelegt hatten.

Publikum und Altersdurchschnitt
Die A-Rosa Silva bietet maximal 186 Passagieren Platz, unserer Reise war mit 168 Passagieren (davon 23 Kinder) ausgebucht, da einige Kabinen nur einzeln belegt waren. 

 Der Altersdurchschnitt lag so bei 50+, es waren mehrere jüngere Familien mit Kindern zwischen 2 und 14 Jahren an Bord, das war angenehm, da war für mein Empfinden das Klima irgendwie entspannter und humorvoller ist, als wenn nur hauptsächlich Ältere an Bord sind. Ich muß dazu erwähnen, daß wir beide selber zur Gruppe 65+ gehören, nur mal so als Bemerkung, falls sich jemand an meiner vorherigen Aussage stören sollte.

Ausflüge
Wir haben, bis auf den geführten Ausflug nach Brüssel, nur Besichtigungen auf eigene Faust gemacht, was überhaupt kein Problem war, da man von A-ROSA immer sehr gute Hafeninformationen mit Karte und Lage, sowie Beschreibung der Sehenswürdigkeiten erhalten hat.

Fazit
Schon wie die acht A-Rosa Fahrten vorher war es wieder eine gelungene, wunderschöne Reise, bei der alles gestimmt hat. Die Atmosphäre war hervorragend und besonders auch der Kontakt zu der aufmerksamen, sehr kompetenten und freundlichen Crew hat viel Spaß gemacht.

Auch das Schiff A-ROSA Silva war gut wie immer und die nächsten zwei Fahrten mit A-Rosa sind natürlich schon gebucht.

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