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Dein Weg zur A-Rosa Viva Flusskreuzfahrt

Reisebericht A-Rosa Viva: Silvestertraum auf der Seine 2019

A-RosaViva: 7Tage Flußkreuzfahrt „Silvestertraumauf der Seine“ vom 26.12.18 bis 02.01.19

Die Route: 

  1. Paris (Le Pecq)
  2. Rouen
  3. Rouen
  4. Caudebec-en-Caux
  5. Les Andelys
  6. Paris (Le Pecq)
  7. Paris (Le Pecq)

Weihnachten und Silvester in Frankreich, das hörte sich sehr gut an und so entschieden wir uns für die beiden Reisen „Weihnachtszauber“ und „Silvestertraum“ auf der Seine mit der A-Rosa Viva. 

Die Kabine 128 (günstigste Kategorie Sauf Deck 1) konnten wir im Tarif Premium alles inklusive mit Lufthansa Flug von Bremen nach Paris und zurück inkl. Transfers gleich durch buchen, ohne nach der ersten Fahrt umziehen zu müssen. Dieser Bericht behandelt nun die 2. Tour „Silvestertraumauf der Seine“, die 1. Reise „Weihnachtszauber auf der Seine“ ist in einem gesonderten Bericht zu finden.

26.12.18 Paris (Le Pecq) | bis 19:00 | 2 Grad | Sonnenschein

An diesem Tag ging die Weihnachtsreise zu Ende und nachmittags kamen neuen Passagiere für die Silvestertour an Bord. Die Einschiffung für die Weihnachtsreise war in St. Denis gewesen, aber da die Schleusen zwischen Le Pecq und St. Denis über Weihnachten und Silvester geschlossen waren, wurde nun hier der Passagierwechsel vorgenommen. Außer uns gab es nur noch ein weiteres Ehepaar und zwei allein reisende Damen, die beide Reisen gebucht hatten und weiterhin an Bord blieben.

Nachts hatte es gefroren und die Liegen auf dem Sonnendeck waren mit Rauhreif überzogen, der in der Sonne glitzerte. Aber wir sind trotz Kälte morgens losgegangen, erst in Le Pecq den Berg hoch und dann weiter nach Saint Germain-en-Laye, einem Ort mit 45.000 Einwohnern, der sich unmittelbar an Le Pecq anschließt. Es waren alle Geschäfte geöffnet, in Frankreich ist der 26.12. kein Feiertag. Es wird übrigens gesagt, daß die Stadt das „größte Freiluft-Einkaufszentrum westlich von Paris“ ist mit seinen mehr als 800 Geschäften, die sich zumeist im historischen Zentrum befinden. Für diejenigen Damen, die es interessiert, da gibt es tolle Schuhgeschäfte mit moderaten Preisen im Vergleich zu Paris.

Wir haben die Gelegenheit gleich genutzt und noch bei McDonalds gegessen, da es an Wechseltagen kein Mittagessen auf dem Schiff gibt. Ich hatte mir meinen üblichen Salat bestellt und war regelrecht baff, als die wirklich große Portion vor meinen Augen frisch zubereitet und anschließend auf einem Porzellanteller serviert wurde. Eine Mischung aus diversen Blattsalaten, Apfelstückchen und Cranberries mit Cesar Dressing. Dazu ein mittelgroßes Stück gegrilltes Hähnchenfilet und ein wirklich leckeres Körnerbrötchen. Die Franzosen verstehen eben was vom Essen, selbst bei McDonalds!

Frisch gestärkt ging's dann auf dem Rückweg, die Sonne schien zwar, aber mit 2 Grad war es doch empfindlich kalt und es war angenehm, nach fast 3 Stunden wieder aufs warme Schiff zu kommen.

Inzwischen waren auch fast alle Gäste angekommen und um 18:00 wurde in der Lounge das Video über die Schiffssicherheit gezeigt. Im Gegensatz zu Hochseeschiffen mußten wir aber nicht zusehen, da wir es nach der Einschiffung bei der vorangegangenen Weihnachtsreise schon mal gesehen hatten. Daran anschließend folgte die Vorstellung der Ausflüge für Rouen und zusätzlich dazu gab's Informationen für den privaten Landgang dort.

27.12. Rouen, Frankreich | ab 11:00 | 4 Grad | bewölkt

Rouen, mit ca. 111.000 Einwohnern, liegt ca. 68 km südöstlich von Le Havre und 110 Kilometer nordwestlich von Paris entfernt. Heute sind noch an die zweitausend Fachwerkhäuser aus der Zeit seit dem Spätmittelalter erhalten und 1801 erhielt die Stadt unter Napoleon das Recht der kommunalen Selbstverwaltung.

Die Kathedrale von Rouen zählt zu den bedeutenden Kirchenbauten Frankreichs im gotischen Stil. Sie ist bis heute Kathedrale des Erzbischofs von Rouen, Primas der Normandie und wird auf jedem geführten Ausflug besucht, ein absolutes Muß.

Das Schiff lag nur gut 10 Minuten zu Fuß von der historischen Altstadt mit den mittelalterlichen Fachwerkhäusern entfernt, man geht einfach rechts runter ein Stück auf der Uferpromenade und dann links hoch, bis man den Hauptplatz erreicht.

Eigentlich sollten wir um 12.00 in Rouen ankommen, aber da wir schon um kurz nach 10.30 angelegt haben, sind wir gleich vor dem Essen noch für 45 Minuten an Land. Im Gegensatz zum letzten Mal bei der Weihnachtsreise hat es nicht geregnet, aber es war ziemlich trüb und mit maximal 4 Grad ziemlich kalt.

Nachmittags ging's dann 2 Stunden auf Fototour, mir sind zwar nach einer Weile fast die Finger vor Kälte abgefallen und meine Nase war irgendwie gefühllos, aber für schöne Bilder tue ich einiges.

An Bord konnte man auch schon Lose für die Silvestertombola kaufen, pro Stück 7,50€. Die gesamten Einnahmen wurden nach der Reise gemeinnützigen Organisationen gespendet. Die Preise hatten Sponsoren gestiftet und reichten von Parfüm über Hotelübernachtungen bis hin zu Wertgutscheinen von A-Rosa über 300€ bzw. 150€.

Die Abendunterhaltung hat DJ Franky mit einer „Musikalischen Reise um die Welt“ bestritten. Die Musik war flott und einige Passagiere haben auch getanzt.

Die Nacht über blieb das Schiff in Rouen liegen, man konnte abends also auch nochmal an Land, wenn man wollte, das war allerdings bei dem kalten Wetter für die allermeisten nicht so attraktiv.

28.12. Rouen, Frankreich bis 14:00 | Caudebec-en-Caux ab 17:00 | 6 Grad | bewölkt

Vormittags waren wir noch 1,5 Stunden in Rouen unterwegs, zwar war es ziemlich grau und kalt (6 Grad), aber man muß sich ja bewegen bei dem vielen Essen.

Um 14.00 ging die Fahrt weiter Richtung Caudebec-en-Caux und da der Bordshop von 15:00-16:30 geöffnet hatte, konnte man sich die Zeit auch mit einkaufen vertreiben. Heute gab es nämlich 30% Rabatt auf Schmuck von Bettencourt, Murano und Paul Hewitt, sowie 10% auf Coeur de Lion und Pilgrim Schmuck.

In Caudbec-en-Caux angekommen, mußten wir neben der Amadeus Diamond anlegen, die hier schon für die Winterpause festgemacht hatte. Der Weg an Land dauerte dann natürlich länger, bei uns aufs Sonnendeck hoch, über das Sonnendeck des anderen Schiffes die Treppe runter und durch deren Foyer dann nach draußen. Aber das kannten wir ja schon, besonders auf der Donau kommt das häufig vor, da liegen manchmal bis zu 4 Schiffe nebeneinander.

Wir sind abends nicht mehr raus, aber die Ausflügler, die von Rouen aus nach Étretat und Le Havre gestartet waren, kamen später noch an Bord.

Um 20:30 wurde in der Lounge über die Möglichkeiten des Landgangs in Caudebec-en-Caux und Les Andelys informiert und daran anschließend gab's Musik mit DJ Franky aus der Zeit der 50er.

29.12.18 Caudebec-en-Caux, Frankreich | bis 22:00 | 10 Grad

Caudebec-en-Caux ist ein Ortsteil von Rives-en-Seine mit rund 2250 Einwohnern und liegt etwa 40 Kilometer (Fahrstrecke) nordwestlich von Rouen am Nordufer der Seine. Direkt am Anleger war das Musée de la marine de Seine, das sich mit der Geschichte der Flußschifffahrt beschäftigt. Geöffnet hat es allerdings nur auf Anfrage und Voranmeldung, wie wir erfahren haben.

Sofort ins Auge fällt die imposante Kirche des Ortes, ein Gebäude aus dem 15. und frühen 16. Jahrhundert im gotischen Stil, die zur Diözese Rouen gehört.

Als wir morgens los sind um das Städtchen zu erkunden, war es grau und trübe, aber bei tagsüber bis zu 10 Grad war es ganz angenehm zu laufen. Fast 2 Stunden vormittags und nachmittags dann nochmal 1,5 Stunden, Mangel an Bewegung hatten wir also nicht.

Die Abendunterhaltung bestritt der DJ Franky mit einer musikalischen Reise um die Welt und auch der Bordshop hatte zu einem Late Night Shopping von 20:30-22:00 geöffnet, wieder mit Preisnachlässen und zusätzlich konnte man sich noch eine Handmassage für 6€ gönnen.

30.12.18 Les Andelys, Frankreich | 08:00-19:30 | 10 Grad

Les Andelys, mit 8098 Einwohnern, liegt 85 Kilometer nordwestlich von Paris und 35 Kilometer südöstlich von Rouen. Da die Stadt aus den Teilen Le Grand Andely und Le Petit Andely besteht, bekam sie den Namen Les Andelys („die (zwei) Andelys“).

Auf einem Felsvorsprung findet man noch die Reste des von Richard Löwenherz erbauten Château Gaillard. Die Burg wurde noch im Hundertjährigen Krieg benutzt, aber schließlich Ende des 16. Jahrhunderts zerstört.

Morgens beim Anlegen 8:00 war es zwar noch sehr neblig, aber als wir kurz nach 10:00 an Land sind, wurde das Wetter zusehends besser und es kam sogar teilweise bei maximal 10 Grad etwas die Sonne raus.

Wir sind zunächst die Uferstraße bis zu einigen Kalksteinfelsen gelaufen, dann zurück durch die Stadtmitte hoch auf die Ruine des Château Gaillard, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf die Seine, das Schiff und den Ort hatte. Der Anstieg war ganz schön anstrengend, aber die Aussicht war es wert und nach 2,5 Stunden laufen hat dann das Mittagessen um so besser geschmeckt.

Nachmittags ging's nochmal eine Stunde raus, aber leider wurde der Nebel wieder schlimmer und es nieselte leicht, das war nicht mehr so schön und wir haben uns beeilt, wieder aufs Schiff zu kommen.

Normalerweise ist beim Essen auf den A-Rosa Schiffen immer freie Platzwahl, aber für den Silvesterabend konnte man sich ab 18:00 beim Maître einen Tisch reservieren lassen und eventuelle Wein- bzw. Champagnerbestellungen aufgeben. Ohne Reservierung bekam man einen Platz zugewiesen.

Die Abreiseinformationen für den 02.01. gab es um 18:30 auch schon in der Lounge, sowie natürlich die Hafeninformationen für den nächsten Tag in Le Pecq bzw. für den individuellen Aufenthalt in Paris.

Dafür hatte A-Rosa hatte einen kostenfreien Shuttlebus organisiert, für die Hin- und Rückfahrt mußte man sich eintragen. Wir suchten uns 8:30 bis 13:30 aus, das erschien uns lange genug, vor allem, weil wir bei der Weihnachtsreise schon mal in Paris waren. Alternativ standen die Zeiten 10:30, 12:30, 14:30 und 16:30 für die Hinfahrt und 11:30, 13:30, 15:30, 17:30 und 18:30 für die Rückfahrt zur Auswahl.

31.12.18 Paris (Le Pecq), Frankreich | ab 07:00 | 10 Grad

Um 07:00 kamen wir wieder beim Anleger in Le Pecq etwas außerhalb von Paris an, die Schleusen bis zu unserem ursprünglichen Liegeplatz in St. Denis waren ja noch bis Jahresanfang geschlossen.

Morgens um 8.30 ging's mit dem kostenfreien Shuttlebus in 35 Minuten nach Paris. Man hat uns an der Seine am Cours de La Reine unweit der Champs Elysee abgesetzt, von wo wir dann auch um 13.30 wieder zurück gefahren sind.

Im Gegensatz zum letzten Mal bei der Weihnachtsreise am 25.12. waren wir an diesem Tag ausgiebig am Eiffelturm und Umgebung, raufgefahren sind wir aber nicht, die endlose Schlange vor den Eingängen sah nicht grade einladend aus. Von dort aus ging's an der Seine entlang und über die Pont de Bir-Hakeim Richtung Arc de Triomphe zum Essen bei McDonald's.

Frisch gestärkt haben wir uns noch die Schaufenster der Nobelläden der Avenue Georges V. und der Rue Francois 1er angesehen, bei Luis Vuitton kam man nur nach Gesichtskontrolle rein und es stand eine lange Schlange draußen, hauptsächlich Japaner und Chinesen. Die Auslage bei Bulgari war auch nicht zu verachten, aber nicht ganz so meine Preisklasse.

Das Wetter war im Gegensatz zum 1. Weihnachtstag leider nicht sonnig, aber bei 10 Grad hat es wenigstens nicht geregnet und man konnte gut laufen. Um 13:30 fuhr unser Shuttlebus zurück zum Schiff, wo bereits die Vorbereitungen für den Silvesterabend getroffen wurden.

31.12.18 Silvesterabend an Bord

A-Rosa hatte sich da ein wirklich schönes Programm für den letzten Abend des Jahres ausgedacht:

  • 18:30-19:00 Silvester Apero mit dem Kapitän und Hotelmanager in der Lounge
  • 19:00-21:00 Silvester-Gala-Büffet „Mon Ami Maxi“
  • ab 21:00 Live Musik mit den Gastkünstlern Amélie Munier und Thierry Gondet und anschließender Party mit DJ Franky
  • ca. 22:00 auf Wunsch Transfer mit dem Bus in das Zentrum von Paris
  • 23:59 Countdown zum neuen Jahr
  • 00:30 Mitternachtsbüffet

In Frankreich gibt es zu Silvester kein Feuerwerk und nachdem wir einige Zeit den beiden Sängern zugehört hatten, waren wir von unserm Marsch tagsüber so müde, daß wir kurz nach 22:00 zu Bett gegangen sind. Eigentlich wollte ich ja wach bleiben, aber da auch die Stimme der Sängerin ziemlich durchdringend und viel zu mächtig für die kleine Lounge war, haben wir uns doch lieber zurückgezogen und wie so oft den Jahreswechsel verschlafen.

01.12.18 Paris (Le Pecq), Frankreich | 9 Grad

Da wir am Silvesterabend früh schlafen gegangen waren, sind wir zu unserer normalen aufgestanden. Zwar gab es von 8:00-14:00 Frühstücksbüffet, das nahtlos in den Neujahrsbrunch überging, aber wir wollten ja nochmal los, den Rest von Le Pecq bzw. Saint Germain-en-Laye erkunden.

Diesmal sind wir eine große Treppe neben dem Hotel Pavillon Henry IV den Berg hoch, dahinter begann gleich der Schloßgarten des Château de Saint Germain en Laye, von dort aus hatte man einen herrlichen Blick auf die Silhouette von Paris. Seit seiner Errichtung als Burg im 13. Jahrhundert diente das Schloß bis in das 17. Jahrhundert als Residenz der französischen Könige, ehe Ludwig XIV. 1682 mit seinem Hof nach Versailles umzog. Heute beherbergt es allerdings ein Archäologiemuseum.

Beim Ausgang des Schloßgartens ist eine unterirdische Bahnstation, man kann von dort aus bequem mit dem Regionalexpress in ca. 30 Minuten nach Paris fahren.

Da wir aber am nächsten Tag nach Hause mußten, sind wir nach 2 Stunden Fußmarsch wieder zurück aufs Schiff und nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause ging's dann ans Kofferpacken.

Nachmittags hatte A-Rosa noch zu einer Bootsfahrt durch das Pariser Zentrum mit den berühmten Bateaux Mouches eingeladen, aber wir sind nicht mitgefahren, am Tag vor der Heimreise haben wir nicht mehr die Ruhe für große Unternehmungen.

02.12.18 Rückreise Paris - Bremen

Am 30.12. hatte es bereits detaillierte Abreiseinformationen gegeben und je nachdem ob man mit dem Zug, dem Auto oder mit dem Flugzeug abreiste, erhielt man verschiedenfarbige Kofferbanderolen. Das Gepäck wurde dann morgens durch die A-Rosa Crew von Bord gebracht, wenn es bis spätestens 7:00 vor die Kabinentür gestellt worden war.

Unser Transfer zum Flughafen Charles de Gaulles ging um 8:00, also hieß es, früh aufstehen. Um 8:50 waren wir bereits beim Terminal 1 und haben bei der Lufthansa eingecheckt, die Plätze hatte ich bereits von zu Hause aus kostenfrei reserviert. Bis zur Sicherheitskontrolle war es ein langer Marsch, da sie sich direkt vor unserem Abfluggate befand, dafür stand dort keine Schlange und alles lief problemlos.

Der Flug startete pünktlich um 11:20 nach München, von da aus sollte es um 15:15 weiter nach Bremen gehen. Naja, sollte, wie gesagt. In München angekommen, hatten wir noch viel Zeit bis zum Weiterflug und sind gleich zu „Hans im Glück“ marschiert um dort zu essen.

Um 14:00 machten wir uns auf den Weg zum angekündigten Abfluggate, da war aber kein Mensch zu sehen. Kurze Zeit später meldete sich mein Handy mit einer Nachricht, daß das Gate geändert worden war. Gut, wir also da hin. Irgendwie wurde es dann draußen ziemlich dunkel und mein Mann meinte noch „Ist das Nebel?“. Nein, Pustekuchen, es schneite wie verrückt und sehr windig war es auch noch. An der Abflugtafel stand mittlerweile „Voraussichtlich 20 Minuten verspätet“. Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, aber einige Zeit später kam die Durchsage „Meine Damen und Herren, leider muß ich Ihnen eine traurige Mitteilung machen, Ihr Flug nach Bremen wurde grade annulliert. Bitte wenden Sie sich an das Lufthansa Service Center“.

Da stand natürlich eine riesige Menschenmenge und wir wurden schon leicht panisch, aber dann meldete sich wieder mein Handy mit einer Nachricht, daß wir auf den Flug um 18:30 umgebucht worden waren. Irgendwann kamen wir auch noch am Schalter des Servicecenters dran und es gab für jeden einen Gutschein von 7€ für einen Snack. Wir haben die Gutscheine allerdings in Mineralwasser und Bier umgesetzt, der Frust mußte runter!

Als es langsam Zeit zum Weiterflug wurde, sind wir zum Gate und dort stand nach einer Weile „voraussichtlich 30 Minuten verspätet“, also Abflug erst um 19:00. In Wirklichkeit sind wir aber erst um 19:40 gestartet, da der Flieger noch enteist werden mußte.

Der Rückflug war dann der ruhigste, den ich jemals erlebt habe. Auf der ganzen Strecke kein einziges Wölkchen, kein Wind, nichts und die Landung um 20:40 weich wie Butter. Die Koffer waren zu unserer großen Erleichterung auch mitgekommen und so mußten wir uns nur noch ein Taxi schnappen und ab nach Hause!

Zwar ist es nicht sehr weit von Bremen nach Paris, aber mit dem Umweg über München (auf dem Hinweg ging's über Frankfurt) war das doch gefühlt wie eine halbe Weltreise und ziemlich k.o. wollten wir nur noch ins Bett. Die Gedanken an den Alltag wurden auf den nächsten Tag verschoben.

Beurteilung

1. Kabine

Unsere Kabine (128), auf dem untersten Deck in der günstigsten Kategorie „S“, war 14,5 qm groß, mit zwei getrennten Betten und einem Zusatzbett obendrüber, das aber an die Wand geklappt war. Als Fenster gab es zwei Bullaugen, die natürlich nicht zu öffnen waren. Das Dekor und die Einrichtung erinnern stark an AIDA, selbst die Poolhandtücher sind gelb-weiß gestreift.

Die Kabine ist funktional, die Betten fand ich ganz bequem. Die Koffer paßten bequem darunter und in den Schränken war genügend Platz, um all unsere Sachen unterzubringen. Der Safe war breit genug, um ein 9,5 Zoll Tablet bequem darin unterzubringen.

Die Kabine wurde zweimal täglich (vormittags und abends, während des Abendessens) gereinigt. Alles war immer super sauber und auch Extrawünsche z.B. nach zusätzlichen Kleiderbügeln, wurden sofort erfüllt.

2. Restaurant und Essen

Es gibt zu jeder Mahlzeit Büffet, gegen Aufpreise kann man auch an einem sog. A-Rosa Wine and Dine Abend teilnehmen, einem servierten Mehrgänge Menü mit korrespondierenden Weinen.

Die Auswahl am Büffet ist gut, man hat natürlich, bedingt durch die Größe des Schiffes, nicht soviel Möglichkeiten eine sehr große Vielfalt an Speisen anzubieten, aber alles war sehr schmackhaft, abwechslungsreich und zufriedenstellend, auch auf Sonderwünsche wurde sofort eingegangen.

Beim Mittag- und Abendessen steht eine Karte mit den auf dem Büffet angebotenen Speisen mit Fußnoten auf dem Tisch, die die jeweils enthaltenen Allergene kennzeichnen (z.B. Laktose, Gluten, Nüsse, Soja usw.). Ich finde das sehr praktisch, man spart sich langes Nachfragen und ist auf der sicheren Seite beim Essen, falls man Allergien hat. Natürlich kann man auch vor der Buchung angeben, was man nicht verträgt und bekommt dann gesonderte Kost.

Am Büffet ist natürlich Selbstbedienung, aber die Getränke werden (außer beim Frühstück) serviert. Das Personal wußte nach kurzer Zeit schon, was die Gäste trinken, alles ging schnell und aufmerksam.

Einen Tisch im Restaurant zu finden war nie ein Problem, es waren genug Sitzplätze da.

3. Bar & Lounge

In der Lounge werden die Getränke am Tisch serviert, man kann sich aber auch ohne weiteres selbst was an der Bar holen oder es sich dort auf einem Barhocker bequem machen. Der Service war aufmerksam, schnell und freundlich.

4. Spa und Fitnesscenter

Es gibt ein kleines Fitnesscenter und auch ein Spa mit Sauna und 2 Behandlungsräumen, alles gepflegt und angenehm. Außerdem gehört dazu noch ein beheizter Whirlpool vorne draußen am Bug.

5. Rezeption

Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt. Die Mitarbeiter sind sehr kompetent und antworten geduldig auf alle möglichen und unmöglichen Fragen.

6. Shop

Die Öffnungszeiten des Bordshops werden im A-Rosa Journal (Bordprogramm) bekanntgegeben, genauso wie Rabattaktionen. Die Auswahl ist natürlich, bedingt durch die Größe des Schiffes, nur begrenzt, aber es gab schöne Sachen, grade auch bei Parfüm oder Schmuck.

7. Außendeck

Die Sonnenliegen standen die ganze Zeit auf dem Außendeck, natürlich hat bei den kalten Temperaturen niemand draußen gelegen.

8. Unterhaltung

Die Abendunterhaltung ist, im Gegensatz zu unseren früheren Fahrten mit A-Rosa, wesentlich besser geworden und der DJ war sogar ausgezeichnet.

9. Route

Die Route war gut gewählt, wir hatten auch jedes Mal genug Zeit, um in Ruhe alles anzugucken, da die Liegeplätze immer zentral waren und die Wege in die Innenstädte nur kurz.

10. Publikum

Das Schiff bietet maximal 202 Passagieren Platz, unserer Reise war mit 134 Passagieren nicht ausgebucht, was für uns sehr angenehm war.

Der Altersdurchschnitt lag meiner Meinung nach so um die 60-65, wobei auch einige jüngere Gäste an Bord waren (so Anfang 40) und 10 Kinder im Alter von 5-14 Jahren.

11. Ausflüge

Wir haben nur Besichtigungen auf eigene Faust gemacht, was überhaupt kein Problem war, da man von A-ROSA immer sehr gute Hafeninformationen mit Karte und Lage, sowie Beschreibung der Sehenswürdigkeiten erhalten hat.

A-ROSA bietet natürlich auch eine Vielzahl von Ausflügen an, die detailliert an Bord vorgestellt werden.

12. Wetter

Das Wetter war der Jahreszeit entsprechend zwischen 2-10 Grad, meist war es trübe, aber es hat nicht geregnet, wir hätten es also wesentlich schlechter treffen können.

Fazit

Schon wie alle anderen A-Rosa Fahrten vorher, war es wieder eine gelungene, wunderschöne Reise, bei der alles gestimmt hat. Die Atmosphäre war hervorragend und besonders auch der Kontakt zu der aufmerksamen, sehr kompetenten und freundlichen Crew hat viel Spaß gemacht.

Auch das Schiff A-ROSA Viva war gut wie immer und die nächsten zwei Reisen sind natürlich schon gebucht!